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Gottfried Wagner, Urenkel des Komponisten Richard Wagner und Sohn des heutigen Bayreuther Festspielleiters Wolfgang Wagner, enthüllt in diesem aufregenden Buch die Lebenslüge seiner Familie: Der Liebe zum 'Führer' folgten nach 1945 Verdrängung und Verklärung. Und die klammheimliche Bewunderung für Adolf Hitler, 'Onkel Wolf', blieb. Der Bruch mit dem Wagner-Kult und dem Vater war nur der erste Schritt. Seine Auseinandersetzung mit dem bereits vom heroisierten Operntitanen begründeten Antisemitismus führte Gottfried Wagner schließlich nach Israel, an die Seite der Holocaust-Opfer. Das 1997 erschienene Buch wurde zum internationalen Bestseller und hat mit über 500 Rezensionen und Medienberichten eine Lawine kontrastierender Meinungen ausgelöst. In seinem exklusiv für die Neuausgabe verfassten Epilog geht der Autor auf die provokativsten Reaktionen ein und schildert, welche Auswirkungen die Zustimmung, aber auch der Hass, der ihm entgegenschlug, auf sein Leben und seine Arbeit haben. Ralph Giordano, der Wagners Weigerung hervorhebt, 'die finstere Clan-Liaison mit dem Primärtäter des Holocaust zu verschweigen', setzt sich in seinem aktualisierten Vorwort mit den Wirkungen des zweiten 'Falls Wagner' auseinander.