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Mit Augustinus beginnt die Philosophie des Mittelalters. Er nimmt neuplatonisches Denken auf und formt es um. Eine wichtige Rolle spielt der Wahrheitsbegriff und dessen theologische Verankerung. Mit der Überzeugung, dass wir uns über unsere innere Selbstwahrnehmung nicht täuschen können, nimmt der einen Gedanken Descartes' vorweg. Der Weg zum Wissen führt für Augustinus über den Glauben und der wiederum ist von der Gnade Gottes abhängig. ANSELM VON CANTERBURY UND SEIN GOTTESBEWEIS Anselm gilt als "Vater der Scholastik". Ein Zentrum seiner Lehre, die von Augustinus und dem Neuplatonismus beeinflusst ist, bildet der "Gottesbeweis". Anselm ist überzeugt, dass die Existenz Gottes durch folgerichtiges Denken eingesehen werden kann. Philosophen wie Descartes und Kant haben sich mit dem "Gottesbeweis" auseinandergesetzt. Noch heute steht er im Zentrum vieler Versuche, Gott zu denken.